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So kriegst du endlich den Hintern hoch

Kommt dir das folgende Problem bekannt vor: Du hast eine Idee und du weißt genau, was die nächsten Schritte sind. Das einzige Problem – du bekommst den Hintern nicht hoch.

Ständig sind dort Ausreden, keine Zeit, kein Antrieb und ganz viel Ablenkung.

Schluss damit! In diesem Blogartikel verraten wir 7 grandiose Tipps, die uns dabei geholfen haben endlich langfristig diszipliniert zu sein. Wir wünschen dir viel Freude beim Lesen und beim Umsetzen.

#1 : Identifiziere dich mit deiner Zukunft

Ganz ehrlich, hast du einen klaren Plan davon, wo du dich in 10 Jahren siehst? Falls “NEIN” – du bist nicht allein, denn über 90 % der Menschen geht es genau so. Nur die fatale Tatsache ist die, dass je unklarer unser Bild von unserer Zukunft ist, desto weniger treffen wir kluge Entscheidungen für unsere Zukunft. Der Grund dafür liegt in unserer Hirnstruktur.

Unser Gehirn weist in seiner Aktivität Unterschiede auf, je nachdem, ob wir an uns selbst oder an eine andere Person denken. Es gibt also ein “Selbst-Muster” und ein “Fremd-Muster”.

Im Jahre 2009 wurde an der Stanford University ein Experiment durchgeführt.

Die getesteten Personen wurden gebeten, dass sie an ihr jetziges Ich und ihr zukünftiges Ich denken sollten, dabei wurde die Hirnaktivität der Probanden untersucht. 

Beim Gedanken an das zukünftige Ich wiesen einige Probanden das “Selbst-Muster” auf, während andere das “Fremd-Muster” aufwiesen. Die Teilnehmer mit dem “Fremd-Muster” konnten sich demnach deutlich schlechter mit ihrem zukünftigen Ich identifizieren. 

Dieses machte sich auch in ihren Entscheidungen bemerkbar: Die Vergleichsgruppe mit dem “Ich-Muster” traf deutlich mehr langfristige Entscheidungen und entschied sich somit häufiger gegen sofortige Belohnungen, um ihre langfristigen Ziele besser erreichen zu können. Ziel ist also, dass du dich mehr mit deinem zukünftigen Ich verbindest, um förderliche Entscheidungen zu treffen.

Unter Tipp: Male dir das Bild von deiner Wunsch-Zukunft so bunt wie möglich aus. Und visualisiere diese Zukunft am besten täglich mindestens 5 Minuten. Wenn du weißt, wer bzw. was du sein/ tun/ haben möchtest, so wirst du automatisch die Dinge tun, die dich deinen Zielen näher bringen.

Beispiel 1: Nimm Zettel & Stift zur Hand und dokumentiere deinen Traumtag. Schreib genau auf, wo du aufwachst, wie du dich fühlst und welche Menschen noch da sind. Das machst du von morgens bis abends zum Einschlafen. Male dir deinen perfekten Tag aus, je mehr Details und Gefühle du integrieren kannst, desto besser. Lies dir diesen Zettel am besten täglich durch und visualisiere diesen Traumtag täglich. Ein Anhaltspunkt: Caro’s Traumtag ist eine DIN A3 Seite lang.

Beispiel 2: Bastel dir ein Visionboard. Ein Visionboard oder auch eine Visionstafel ist eine große Pinnwand; eine Tür oder ein Brett, welches du nach Lust und Laune mit Bildern; Texten; Zeitungsausschnitten; Fotomontagen und sonstigen schönen Dingen beklebst, die in dir positive Gefühle auslösen. Alles sollten Dinge sein, die dich glücklich machen und die du dir für deine Zukunft wünscht. Deiner Fantasie und Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Hänge dein Visionboard an einen Ort, den du täglich mehrfach siehst (zum Beispiel über deinen Schreibtisch oder dein Bett).

#2 : Die Macht der kleinen Schritte

Die meisten Menschen nehmen sich viel zu viel vor und wollen ihre Ziele am besten gestern schon erreicht haben. Dieses Phänomen tritt zumeist zum Jahreswechsel auf und erklärt die überfüllten Fitnessstudios im Januar. Doch was passiert spätestens im März? Richtig, die Fitnessstudios sind wieder deutlich leerer als im Januar. 

Der Grund ist, dass wir Menschen uns immer zuerst selbst schützen, das bedeutet, dass wir oftmals Aktivitäten abbrechen, sobald uns diese überfordern. 

Doch bevor aus einer neuen Aktivität eine Gewohnheit werden kann, dauert es mindestens 28 Tage bzw. 28 Wiederholungen. Wenn wir also vorab aufgrund von Überforderung aufgeben, kann aus der neuen Aktivität gar keine Gewohnheit werden.

Unser Tipp: Beginne mit einer kleinen Aktivität und wiederhole diese kontinuierlich. Der nächste Schritt ist, dass du das Pensum steigerst.

Beispiel 1 : Mehr Bewegung im Alltag. Anstatt dich zu zwingen, dass du sofort 5 km läufst, starte mit 500 m am ersten Tag, dann läufst du jeden zweiten Tag 500 m. Nach einer Woche steigerst du das Ganze auf 600 m – immer noch alle zwei Tage. Wenn du merkst, dass es dir leicht fällt, steigerst du die Wegstrecke erneut. So hast du ruckzuck das Joggen als neue Gewohnheit in deinen Alltag integriert.

Beispiel 2 : Mehr neue Kunden. Stell dir mal vor, dass du an einem Tag 30 Neukunden anrufst, wie fühlt sich diese Vorstellung an? Irgendwie mächtig, oder?

Was wäre, wenn deine Kunden automatisch zu dir kommen würden? Starte zum Beispiel damit, dass du dich mit Onlinemarketing beschäftigst und täglich 30 Minuten deiner Zeit in dein Wissen und dein Marketing investierst, damit deine Kunden nach kurzer Zeit automatisiert zu dir kommen.

Schluss mit den Ausreden!!!

#3 : Spare deine Energiereserven

Stell dir mal eine Batterie vor – je öfter diese Batterie beansprucht wird, umso schneller ist sie leer und muss aufgeladen werden. Stell dir nun das Browserfenster eines Notebooks vor, in dem über 20 Tabs geöffnet sind – je mehr Tabs geöffnet sind, umso schwieriger ist die Navigation des Notebooks, eventuell geht es sogar so weit, dass das Ding abstürzt. Genauso ist es mit dir und deiner Willenskraft bzw. deiner Entscheidungsfähigkeit, je mehr diese den Tag über genutzt wird, umso mehr lässt die nach.

Unser Tipp: Mach es dir so einfach wie möglich, indem du Versuchungen und Hindernisse aus dem Weg räumst. Setz dir als Ziel, dass du deine eigene Energie schützen möchtest, um kontinuierlich diszipliniert zu sein und zu bleiben.

Beispiel 1 : Integriere Routinen. Du hast bereits gehört, dass jede Entscheidung uns Energie abverlangt und unsere Willenskraft nachlässt, je mehr Entscheidungen wir vorab getroffen haben. Routinen und Rituale helfen dir dabei Energie und Willenskraft zu sparen, weil du keine Entscheidungen mehr treffen musst. 

Hier ein paar mögliche Routinen:

  • Meditiere jeden Morgen direkt nach dem Aufstehen.
  • Iss von Montags bis Freitags immer das Gleiche zum Frühstück.
  • Geh jede Woche an den gleichen Wochentagen und zur selben Tageszeit zum Sport.
  • Plane jeden Tag vor dem Feierabend den nächsten Arbeitstag und räum deinen Schreibtisch auf, bevor du gehst.
  • Lies jeden Abend vor dem Einschlafen 10 Seiten in einem Buch.

Beispiel 2 : Verbanne Versuchungen und führe “Wenn-dann-Strategien” ein. Du möchtest dich gesünder ernähren, dann kauf keine Süßigkeiten auf Vorrat (die kannst du auch noch kaufen, wenn der Besuch auch wirklich vorbeikommt). Du möchtest endlich früher aufstehen, dann leg deinen Wecker an das andere Ende des Zimmers, sodass du aufstehen musst, um diesen auszuschalten.

Du möchtest immer Sport machen, dann kauf dir eine 10er Karte für die Schwimmhalle, damit du trainieren kannst, falls draußen schlechtes Wetter ist und du deshalb nicht joggen kannst.

Du möchtest auch im Urlaub deine Einnahmen konstant halten, dann überlege dir parallel weitere Möglichkeiten, um ein passives Einkommen zu beziehen, zum Beispiel durch Affiliate Links.

#4 : Arbeite an allen 3 Beinen des Stuhls

Hast du dich in den letzten Wochen und Monaten im Business absolut reingehängt und nun fällt es dir schwer dich zu motivieren? Wenn dir das bekannt vorkommt, dann schau dir einfach mal deine anderen Lebensbereiche an. Wie viel schläfst du? Wie ernährst du dich? Treibst du aktuell Sport? Verbringst du Zeit mit deinen Freunden? Führst du eine glückliche Beziehung?

Du kannst dir dein Leben sinnbildlich wie einen Stuhl vorstellen, dessen Gewicht auf drei Beinen lastet. Die drei Stuhlbeine sind die folgenden drei Lebensbereiche:

  • Karriere (Beruf/ Weiterbildung/ Finanzen)
  • Gesundheit (körperliche Gesundheit/ seelische Gesundheit/ geistige Gesundheit)
  • Beziehungen (die Beziehung zu dir selbst und zu anderen Menschen)

Damit es uns langfristig gut geht und wir langfristig glücklich sind, suchen wir Erfüllung in allen drei Lebensbereichen. Wir sollten also nicht nur “24/7 husteln”, sondern uns um alle Lebensbereiche kümmern, damit es uns gut geht.

Unser Tipp: Sorge dafür, dass deine Stuhlbeine ausgeglichen sind, sodass sich die einzelnen Lebensbereiche gegenseitig unterstützen.

Beispiel 1 : Plane dir einen arbeitsfreien Tag pro Woche ein und verbringe diesen Tag stattdessen mit dir selbst oder mit Familie & Freunden. An diesem Tag kommst du auf andere Gedanken, kriegst neue Impulse und sammelst wertvolle Erinnerungen.

Beispiel 2 : Wenn du am Schreibtisch arbeitest, dann ist Bewegung ein absolutes Muss. Plane täglich mindestens 30 Minuten an der frischen Luft in deinen Alltag ein.

Außerdem sind dreimal pro Woche Kraft-Ausdauer-Training perfekt für deine Gesundheit, deine Fitness und deine mentale Leistungsfähigkeit.

#5 : Schmerz & Freude

Unser Gehirn ist evolutionär immer noch recht primitiv veranlagt. Das bedeutet, dass wir alle über zwei Trigger funktionieren bzw. uns zwei Trigger zum Handeln anregen.

  • Freude empfinden
  • Schmerz vermeiden

Mindestens einer dieser Trigger ist immer die Motivation für eine unserer Handlungen. 

Die Frage ist, welchen Trigger du mit welcher Handlung verknüpfst.

Unser Tipp: Sorge dafür, dass du auf dem Weg zu deinem Ziel Freude empfinden & Schmerz vermeiden gleichermaßen einbaust, sodass diese Trigger für dich und nicht gegen dich arbeiten.

Beispiel 1 : Du möchtest einen Onlinekurs produzieren, doch eigentlich fühlst du dich schlapp und bist urlaubsreif. Verknüpfe die Fertigstellung des Onlinekurses mit einer Belohnung, indem du dich damit belohnst, dass du deinen nächsten Urlaub direkt buchst, nachdem du den Kurs finalisiert hast, so hast du eine Belohnung, die dich motiviert.

Beispiel 2 : Überlege dir eine Strafe, die dich ereilt, wenn du dein Ziel nicht im vorgegebenen Zeitraum erreicht hast, zum Beispiel 500 Euro an eine Partei spenden oder eine Werbeanzeige für deinen Mitbewerber schalten. Es muss eine Sache sein, die dich emotional triggert und dafür sorgt, dass du dein Ziel auf jeden Fall erreichen möchtest.

#6 : Sei laut

Vielleicht kennst du das: Du hast dir voller Ehrgeiz ein Ziel gesetzt, doch schon kommt das erste Hindernis und es fallen uns mindestens 10 Ausreden ein, weshalb wir es eh nicht schaffen werden. Wir sind frustriert, geben auf, werfen hin und kramen alte Glaubenssätze wieder hervor, wie zum Beispiel “für den großen Durchbruch bin ich nicht gut genug” oder “in meiner Familie waren alle kräftig, also kann ich gar nicht schlank sein” oder “ich hab einfach keine Zeit, um ein Buch zu schreiben”. Und was passiert jetzt? Richtig nichts, wir vergraben uns in unseren schlechten Gedanken, aber ansonsten passiert rein gar nichts. Niemand außer uns selbst hat etwas bemerkt. Genau hier liegt das größte Wachstumspotenzial – sozialer Druck ist ein riesiger Hebel, um diszipliniert unseren Zielen entgegenzugehen.

Oftmals ist uns die Meinung, die andere Menschen von uns haben deutlich wichtiger als die Meinung, die wir von uns selbst haben.

Unser Tipp: Setze dir ein Ziel und sprich darüber. Du möchtest in 10 Jahren finanziell frei sein? Dann erzähl deiner Familie und deinen Freunden davon. Sozialer Druck wirkt Wunder, da wir andere Menschen nicht enttäuschen möchten.

Beispiel 1: Hol dir deinen besten Freund oder deinen Partner als Kontrollinstanz ins Boot. Erzähle dieser Person von deinem Ziel und bitte ihn oder sie darum dich regelmäßig nach deinem Ziel und dem entsprechenden Status zu fragen.

Beispiel 2 : Verkünde es öffentlich – verkünde dein Ziel in deinem Freundeskreis, auf Social Media oder verewige deine Mission als Ziel auf deiner Website “bis zum Jahr 2030 möchten mein Team und ich 10.000 Bäume gepflanzt haben”.

#7 : Check deine Freunde

Wir sind der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen wir die meiste Zeit verbringen, das hat schon Jim Rohn gesagt. Du magst noch so viel Energie und gute Vorsätze haben, wenn dein Umfeld dich nicht unterstützt bzw. sogar gegen dich arbeitet, dann ist es verdammt schwer seine Ziele diszipliniert zu verfolgen. Deshalb ist es wichtig, dass du dein Umfeld überprüfst. Sind es Menschen, die dir Energie geben oder eher Menschen, die dir Energie nehmen. Umgibst du dich mit erfolgreichen Unternehmern oder eher mit arbeitslosen Schulabbrechern. Geh einfach mal für dich durch, ob dein Umfeld dich beim Erreichen deiner Ziele unterstützt oder eher nicht.

Unser Tipp: Sorge dafür, dass dein Umfeld ausgeglichen ist. Umgib dich mit Menschen, die du liebst und die schon ganz lange an deiner Seite sind. Umgib dich jedoch genauso mit Menschen, die auf der gleichen Mission sind, wie du (zum Beispiel mit Unternehmern, die auch wachsen möchten). Hol dir gleichzeitig Input von Coaches & Mentoren, die bereits da sind, wo du hin möchtest.

Beispiel 1: Du musst zu niemandem den Kontakt abbrechen. Haushalte einfach mit deiner Zeit und verbringe qualitative, anstatt quantitative Zeit mit anderen Menschen. Lieber eine Stunde ein tolles Gespräch als 5 Stunden zusammen RTL-Serien-Marathon. Lieber ein geniales Festivalwochenende, statt jedes Wochenende gemeinsamer Vollrausch.

Beispiel 2: Du weißt nicht, wie du und wo du Menschen erreichen kannst, die dort sind, wo du hin möchtest? Kein Problem, starte mit Podcasts, Youtubevideos und entsprechenden Büchern. Wenn dir eine Person besonders gut gefällt, dann kannst du diesen Menschen später direkt per Post oder per Mail kontaktieren.

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