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Marketing-Special Teil 2: Social Media Marketing für Selbstständige

In unserem letzten Blogartikel haben wir dir aufgezeigt, mit welchen Herangehensweisen und Strategien du dein Marketing aufbauen und aufpolieren kannst. In diesem Artikel steigen wir nun konkret in den Bereich Social-Media-Marketing ein und zeigen dir, wie du auf Social Media voll durchstarten kannst.

Was bedeutet Social Media Marketing und wie funktioniert es?

Der Begriff “sozial” ist bereits ein Hinweis darauf, dass es bei Social Media Marketing nicht um klassische Verkaufskommunikation handelt. Wer Social Media als ein Schaufenster betrachtet, in dem die eigenen Produkte und Dienstleistungen lediglich präsentiert werden, wird gnadenlos scheitern und sich die Zähne daran ausbeißen. Der Urgedanke von Sozialen Netzwerken ist ausgerichtet auf soziale Interaktion, es geht also um den Aufbau von Beziehungen zueinander, indem sich innerhalb der Netzwerke miteinander ausgetauscht wird. Diese Art der Kommunikation ist auch für Unternehmen wichtig, die im Rahmen von Social Media Beziehungen zu ihren Kunden aufbauen. Deine Kunden sollen Spaß daran haben, deine Inhalte zu konsumieren und damit zu interagieren, erst danach werden sie auch bei dir kaufen. Weitere wichtige Bausteine für erfolgreiches Social Media Marketing sind Relevanz und Kontinuität: Die Informationen, die du bereitstellst, müssen relevant für deine Zielgruppe sein und ihnen einen echten Mehrwert liefern. Poste außerdem regelmäßig, damit du immer wieder in Erscheinung trittst – nur mit Relevanz und Kontinuität kannst du Vertrauen aufbauen.

Stelle dir zu Beginn die folgenden Fragen:

#Wie viel Zeit kannst du täglich für dein eigenes Marketing aufwenden? 
#Welche Inhalte kannst du deiner Zielgruppe bereitstellen? 
#Kannst du Fotos, Videos und Grafiken aufbereiten? 
#Welche Möglichkeiten stehen dir zur Verfügung, um dir gegebenenfalls Unterstützung zu holen?

Starte auf keinen Fall direkt auf allen Social-Media-Kanälen gleichzeitig, sondern wähle zunächst eine oder zwei Plattformen aus.

Deine Zielgruppe und die Kanalauswahl

Wie du schon aus dem ersten Teil unseres Marketingspecials weißt, ist es wichtig deine Zielgruppe zu betrachten: Welche Menschen möchtest du erreichen? Auf welchen Kanälen sind diese Menschen, die du erreichen möchtest, primär unterwegs? Was sind ihre Interessen, Bedürfnisse und Affinitäten? Sind sie im B2B- oder im B2C-Bereich tätig? Als Kanäle stehen dir soziale Netzwerke wie Facebook, LinkedIn, Instagram, YouTube, Twitter, TikTok, XING, Pinterest oder Snapchat zur Verfügung.

Während LinkedIn und XING als “Business Netzwerke” gelten und sich vor allem für den B2B-Bereich eignen, sind TikTok und Snapchat speziell auf eine sehr junge Zielgruppe ausgerichtet. Marketing über Twitter zu betreiben ist sehr zeitaufwändig, weil im Idealfall mehrere Posts täglich abgesetzt werden müssen, um wirklich sichtbar und erfolgreich zu werden. Dieser Kanal hat überwiegend einen Nachrichtencharakter, weil hierüber schnell aktuelle Geschehnisse und Meinungen verbreitet werden. Wenn du eine außergewöhnliche, starke Persönlichkeit bist, viel zu sagen hast und dir genügend Zeit zur Verfügung steht, kann sich ein Twitter-Account durchaus lohnen.

Auch ein eigener YouTube-Kanal bedeutet viel Arbeit – die Videos sollten professionell produziert werden und möglichst regelmäßig erscheinen. Bei einem Business-Thema, das entsprechenden Gestaltungsspielraum für Tutorials und anderen Mehrwert bietet, kann ein YouTube-Kanal ein sehr effektives Marketing-Instrument sein. Hier ist allerdings ein hoher zeitlicher Aufwand und professionelles Equipment erforderlich. Schaue gerne einmal in unsere Tool-Empfehlungen rein, wenn du deine eigenen Videos produzieren möchtest. Sollte deine Zielgruppe überwiegend weiblich sein, dann ist Pinterest mit hoher Wahrscheinlichkeit das richtige Netzwerk, um dein Business mit einem starken Auftritt nach vorne zu bringen und Menschen kreativ zu inspirieren.

Letztlich zählen Facebook und Instagram nach wie vor zu den Plattformen, die am häufigsten genutzt werden und zielgruppenübergreifend im Schnitt auch die meisten Menschen erreichen. Eine Präsenz in diesen beiden Kanälen ist demnach unbedingt empfehlenswert.

Die Gestaltung deiner Profile

Bei der Feedgestaltung solltest du auf eine einheitliche Optik achten, damit du mit deiner Außendarstellung ein professionelles und harmonisches Erscheinungsbild und einen unverkennbaren Wiedererkennungswert schaffst. Dein Corporate Design sollte deine Persönlichkeit, deine Identität als Unternehmer und deine Werte widerspiegeln, gleichzeitig aber auch deine Zielgruppe ansprechen und originell aus der Masse hervorstechen. Wähle deine Farben und Schriftarten mit Bedacht aus und entwickle wiederkehrende Hintergründe bzw. Templates für deine Beiträge. Hole dir dazu gerne Inspirationen bei deinen Marktbegleitern ein – wie gestalten sie ihre Feeds bei Facebook oder Instagram, was kommt bei den Kunden gut an? Frage dich auch immer wieder, welche Inhalte du selbst gerne konsumierst und orientiere dich an deinem Bauchgefühl. Dein Auftritt in den sozialen Netzwerken sollte zu dir passen und authentisch sein. Achte außerdem auf eine abwechslungsreiche Beitragsstruktur – Fotos, Videos und Grafiken sollten variieren, darüber freuen sich nicht nur deine Follower, sondern auch der Algorithmus.

Die Inhalte

Dein Content sollte in erster Linie auf den “Social”-Aspekt von Social Media ausgerichtet sein. Das bedeutet: Du vermittelst mit deinem Content mindestens 80% Inspirationen, Informationen, Expertenwissen, Unterhaltung und Mehrwert und lediglich 20% dezente Eigenwerbung. Deine Kunden sollen Spaß daran haben, deine Inhalte zu konsumieren und damit zu interagieren, erst danach werden sie auch bei dir kaufen. Am besten funktioniert die Content-Erstellung natürlich dann, wenn du deine Arbeit und dein Thema wirklich liebst und dafür brennst, dein Wissen mit anderen zu teilen. Diese Leidenschaft wird sich dann ganz automatisch in den erstellten Inhalten widerspiegeln und die Menschen auch emotional erreichen. Im Idealfall wird dein Unternehmen durch die Beiträge so positioniert, dass es zum sympathischen Ansprechpartner wird, bei dem die Leute gerne Hilfe suchen, weil sie Vertrauen in die Expertise aufgebaut haben. Hilfe bei der professionellen Content-Erstellung bekommst du natürlich auch jederzeit bei uns, schreib gerne eine E-Mail oder ruf uns an.

Bei der Ausarbeitung deiner Inhalte darfst du auf die Wirksamkeit des Trial-and-Error-Prinzips vertrauen: Probiere dich aus und beobachte, wie die Zielgruppe darauf reagiert. Bereits nach einigen Wochen wirst du wissen, was ankommt und was eher nicht. Vergiss nicht, dass Social-Media-Marketing ein Marathon ist und kein Sprint. Du brauchst eine große Portion Motivation, Leidenschaft und Geduld, bis die ersten Resultate sichtbar sind. Gegebenenfalls lohnt sich auch eine Investition in Werbeanzeigen, damit deine Inhalte mehr Reichweite erhalten.

Dein Redaktionsplan

Ein Redaktionsplan ist eine enorme Arbeitserleichterung, weil innerhalb dieses Plans genau festgelegt wird, welcher Beitrag wann und in welchem Netzwerk erscheinen soll. Im Idealfall werden alle Social-Media-Beiträge für die kommenden vier Wochen im Redaktionsplan vorgeplant und festgehalten. Selbstverständlich bleibt immer noch genügend Raum für Spontanität, du kannst deine Beiträge jederzeit anpassen und verschieben. Außerdem bietet sich eine Ideenkammer an, in der Beitragsideen, Bilder, Grafiken und Pufferbeiträge festgehalten werden, die du vorbereiten und zu gegebener Zeit ausspielen kannst.

Hast du noch weitere Fragen? Dann schreib uns gerne eine E-Mail oder eine Nachricht über Instagram/Facebook. Wir sind jederzeit für dich da und freuen uns, wenn wir dir weiterhelfen können.

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